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Autohaus online - 2014

Ostermeier eröffnet neues K&L Zentrum in München

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Der vergangene Donnerstag war ein großer Tag in der mittlerweile 111-jährigen Geschichte des traditionellen Münchner K&L Fachbetriebes Ostermeier: Nachdem bereits seit Ende Februar im Gewerbegebiet "Am Stolzhof" – gelegen an der viel befahrenen Wasserburger Straße (B 304) im Osten der bayerischen Landeshauptstadt – die betrieblichen Arbeiten aufgenommen wurden, erfolgte nun auch die offizielle Einweihungsfeier. Gekommen waren Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, aus Versicherungen, Fuhrparkverwaltungen, von Autohäusern, Verbänden, der SV-Szene sowie der beteiligten Baufirmen und Architekten.

 

V.l.n.r.: ColorMotion-Berater Jörg Eichhorn, Christian Koelbl, Verkaufsleiter Glasurit Süd, Marc C. Köppe, Geschäftsführer BASF Coatings Systems GmbH und Vertriebschef Glasurit Deutschland, Kerstin Hoffmann, Leiterin Glasurit Werkstatt-Netzwerk ColorMotion, das Bauherren-Ehepaar Uli und Anja Becker, Sabine und Reinhard Lipps (K&L Center Lipps, Mühlheim am Main), Katja und Christian Lehmann (Lackierzentrum im Entenbad, Lörrach), Torsten Urban, Gebietsleiter Glasurit-Süd, Lutz Poweleit, GF TOPLAC GmbH (Dresden); vorne v.l.: Sönke Neubauer (GF Unfall & Lackierzentrum Neubauer, Winsen), Christoph Wandinger, Gebietsleiter Glasurit-Süd.

 

Ostermeier eröffnet neues K&L Zentrum in München

Der vergangene Donnerstag war ein großer Tag in der mittlerweile 111-jährigen Geschichte des traditionellen Münchner K&L Fachbetriebes Ostermeier: Nachdem bereits seit Ende Februar im Gewerbegebiet "Am Stolzhof" – gelegen an der viel befahrenen Wasserburger Straße (B 304) im Osten der bayerischen Landeshauptstadt – die betrieblichen Arbeiten aufgenommen wurden, erfolgte nun auch die offizielle Einweihungsfeier. Gekommen waren Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, aus Versicherungen, Fuhrparkverwaltungen, von Autohäusern, Verbänden, der SV-Szene sowie der beteiligten Baufirmen und Architekten. 

Mit Borgers als GU zum Bauzeit-Rekord von 10 Monaten

Geladen hatten die Bauherren Anja und Uli Becker, die im Zuge der eigens dafür gegründeten "Stolzhof GbR" ein hoch modernes K&L Zentrum nach modernsten Gesichtspunkten errichtet hatten – zusammen mit der Borgers GmbH als Generalunternehmer übrigens in einer beeindruckend kurzen Bauzeit von gerademal zehn Monaten.

Der durchaus prominent gelegene neue Ostermeier-Betrieb befindet sich in direkter Nachbarschaft zu einem neuen Automag-Betrieb der BMW-Niederlassung München und einem exponierten, sehr großzügigen OBI-Baumarkt, den die Münchner zuvor als eines der Flaggschiffe aus der (inzwischen wegen Insolvenz aufgelösten) Praktiker-Kette kannten. 

Branchen-Persönlichkeiten bei der Einweihung

Nach einem fachlichen Teil, in dem Moderator L. Stephan Höslinger zusammen mit Allianz-Lackpapst Norbert Herrmann (AZT), ZKF-Präsident Peter Börner und Robert Paintinger, dem Geschäftsführer der Karosseriebauer-Innung München-Oberbayern und Schwaben sowie des BVdP, den Teilnehmern branchenspzifische Themen und Herausforderungen näher brachten, sprach Uli Becker zu seinen Gästen. 

Die Anfänge des Unternehmens

Er streifte zunächst ganz kurz die Anfänge des Münchner Traditionsbetriebes, der 1903 von Georg Grosser im Stadtteil Haidhausen als Wagen- und Kutschenlackiererei gegründet wurde. 1946 schließlich kam derjenige Mann – damals als junger Fahrzeuglackierer-Lehrling – zur Firma Grosser, dessen Name auch heute noch erhalten ist und für das Unternehmen steht: Hans Ostermeier. Schon sieben Jahre später übernahm Ostermeier 1953 in Haidhausen (Steinstraße) den Betrieb seines ursprünglichen Lehrmeisters – mit 22 Jahren und für 5.500 D-Mark. "Bei einem seinerzeitigen Durchschnittseinkommen von 156 Mark", wie Uli Becker als Relationsgröße mit anführte. 

Hans Ostermeier – mit 83 seinem Ex-Betrieb noch immer eng verbunden

Der Jungunternehmer Ostermeier, der übrigens am vergangenen Donnerstag im Alter von jetzt 83 Jahren mit sichtbarer Freude und Frische der gesamten Eröffnung – Seite an Seite mit seinem Nachfolger Becker – beiwohnte – baute 1953 als Erstes "eine Spritzkabine mit dazu und erweiterte den Betrieb zur vollumfänglichen Unfallreparatur", so Uli Becker. Schnell habe sich sein Vorgänger einen Namen in München und bei seinen Auftraggebern gemacht. 

Der erste Neubau – 1982 bei Zinsen von 12,4 Prozent

Knapp 30 Jahre später, genau genommen im Jahr 1982, waren auch die Kapazitäten in Haidhausen endgültig erschöpft, der erste umfängliche Neubau entstand in der Grafinger Straße (München-Ramersdorf), unmittelbar neben der seinerzeitigen Knödelfabrik Pfanni. 
"Das Investment wurde in einer Zeit getätigt, als die Zinsen auf einem historischen Hoch von 12,4 Prozent lagen – eine mutige Entscheidung", befand Becker in seinem Rückblick. 

"Münchner Hagel" brachte neue und treue Großkunden

Er vergaß dabei auch nicht den sogenannten "Münchner Hagel" von 1984, bei dem "mehr als 70.000 Gebäude und mehr als 200.000 Fahrzeuge in einem bis dahin kaum bekannten Zustand beschädigt" wurden. Kunden wie der Bayerische Rundfunk, die Allianz, die Vereinsbank, die Unternehmen Rhode & Schwarz, Wacker Chemie und viele andere seien seinerzeit neu hinzugekommen und Ostermeier bis heute treu geblieben. 

Nachfolgeregelung 1998 – die Beckers steigen ein

Vor 16 Jahren schließlich entschied sich der Namensgeber und "Motor" des Unternehmens, in den Ruhestand zu gehen: Mit 67 übergab Hans Ostermeier den Betrieb an Uli Becker als seinen Nachfolger und neuen Inhaber. Becker machte schließlich aus der Einzelfirma Hans Ostermeier die Ostermeier GmbH. "Mir war klar, dass Ostermeier eine Qualitätsmarke ist, weshalb ich nicht im Traum daran dachte, den erfolgreich eingeführten Firmennamen zu ändern."

Von der Rechenmaschine zur digitalen Kommunikation

Wie sehr sich seither Vieles verändert hatte, machte Becker u.a. daran sichtbar, dass 1998 "eine Rechenmaschine und eine Schreibmaschine die einzigsten elektronischen Geräte im Betrieb waren". Die Anforderungen an einen modernen K&L Betrieb hätten sich seither gravierend geändert, Computer Einzug gehalten usw. "Die gesamte Kommunikation und Reparatur nach Herstellervorgaben setzen Versicherer längst voraus. Der elektronische Versand von Kostenvoranschlägen und digitalen Bildern per Mail sowie eine hohe Geschwindigkeit aller Ablaufprozesse sind heute Standard."

Ebenso gehören elektronische Komponenten und Assistenzsysteme, modernste Lichtsysteme, Werkstoffe und Fügetechniken heute in alle Fahrzeuge und "bestimmen den Wandel der Zeit sowie die zu berherrschenden Technologien". Das Auslesen von Fehlerspeichern gehöre inzwischen zu den "ganz normalen Standardthemen bei uns auch für den Fahrzeugbauer und Lackierer". 

2008: Die Suche nach dem "Stolzhof"-Grundstück beginnt

Ab 2008, so Becker, wurde wieder nach einem neuen Standort gesucht. Hilfreich sei dabei die Unterstützung durch das Amt für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München gewesen. Mit dessen Hilfe fand man schließlich im Jahr 2012 das heutige Grundstück im Gewerbegebiet "Am Stolzhof". 

ColorMotion – ein Netzwerk als Ideengeber und Wegbegleiter

Die fachliche Ausrüstung nach neuesten Gesichtspunkten gehe wesentlich auch auf die Unterstützung durch das Glasurit-Netzwerk ColorMotion zurück. Becker dankte hier den zahlreichen Repräsentanten der BASF Coatings GmbH, allen voran Geschäftsführer Marc C. Köppe, der in Personalunion auch Vertriebschef Deutschland von Glasurit ist sowie Kerstin Hoffmann, Leiterin des ColorMotion-Werkstattnetzwerkes. Auch habe er deutschlandweit, so Becker, "viele Kollegenbetriebe des ColorMotion-Netzes besucht, um weitere Anregungen zu bekommen, wie man einen weit in die Zukunft gerichteten, hoch modernen K&L Betrieb idealtypisch und nach neuesten Gesichtspunkten zur Umsetzung bringt". Am Ende "wurden keinerlei Kompromisse an die technische Ausstattung gemacht", fasste Uli Becker in seiner Rede die Ergebnisse seines Neubaues zusammen. 

Lob und Anerkennung durch die Stadt München

Während Becker auch nicht vergaß, sich bei allen Mitarbeitern, der Stadt München, dem Generalunternehmer Borgers, seinem Architekten und den Kern-Ausrüstern zu bedanken, lobte u.a. Kurt Kapp, der kommissarische Leiter des Referates für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München, seinerseits die "seit Jahrzehnten bestehende Vorreiterrolle des Betriebes Ostermeier als verlässlicher Arbeitgeber, Ausbilder und Steuerzahler".

Das Ehepaar Becker sowie Uli Becker als Inhaber und Geschäftsführer des heutigen, hoch modernen K&L Zentrums könnten "zurecht stolz sein, auf das, was sie auf einem 4.200 Quadratmeter großen Grundstück mit rund 1.900 Quadratmetern überbauter Fläche für ihre eigene und die Zukunft ihrer Mitarbeiter geschaffen" haben, so Kapp.   (wkp)

 

 

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(Foto: Walter K. Pfauntsch)